Ich bin Karlo, und Suzume Senshi ist meine kleine Akita-Inu-Zucht. Das ist die Geschichte, wie ein Hund, der eigentlich nur Familienhund sein sollte, die Richtung meines Lebens verändert hat.

Hunde waren immer da

Ich bin in einem kleinen Dorf bei Zagreb aufgewachsen, wo im Hof immer ein Hund bellte. Hunde hatte ich mein ganzes Leben, von Rassecollies bis zu Mischlingen. Als ich nach Zagreb zog, wohnte ich jahrelang zur Miete und durfte keinen Hund halten. Wie sehr mir das fehlte, ahnte ich damals nicht.

Wie Kyo zu mir kam

2022 musste ich mich aus gesundheitlichen Gründen mehr bewegen. Da beschloss ich, mir einen Hund zu holen.

Einen Akita suchte ich nicht. Ich suchte einen Hund und dachte an einen Corgi oder einen Dackel. Keiner der Züchter hatte damals freie Welpen. Dann begegnete eine Bekannte beim Spaziergang einem langhaarigen Akita Inu, und dessen Besitzerin erwähnte, dass er einen Bruder habe, der ein Zuhause sucht.

Man schickte mir Fotos, und er fiel mir sofort auf. Er war ungewöhnlich: Akitas hatte ich schon gesehen, aber noch nie einen gestromten. Ehrlich gesagt hatte ich sogar eine Abneigung gegen Akitas, weil die, die ich bis dahin kannte, nervös und unangenehm waren. Heute weiß ich, dass sie einfach schlecht sozialisiert waren. Aber bei diesen Fotos spürte ich eine Verbindung.

Ich fuhr zum Züchter, nur um mir den Hund anzusehen, und kam mit einem neuen Mitbewohner und besten Freund nach Hause. Seit dem ersten Tag sind Kyo und ich unzertrennlich.

Karlo und Kyo sehen sich an

Vom Familienhund zur Ausstellung

Der Plan war einfach: Kyo wird Familienhund, ich lasse ihn kastrieren, und das war es. Aber alle, die ihn sahen, sagten, er sei etwas Besonderes, und überredeten mich, ihn auf einer Ausstellung zu melden. Es war die Zagreb Winter Classic 2022, die erste Ausstellung nach dem Lockdown. Kyo wurde BOB, Bester der Rasse.

Damit begann meine Liebe zu Ausstellungen und zur Zucht. Bald kam Eru dazu, meine wunderbare Hündin, und wir gingen den Ausstellungsweg gemeinsam weiter.

Karlo mit Kyo und der Rosette des slowenischen Schönheitschampions

Was ich von Akitas gelernt habe

Am meisten überrascht hat mich, wie selbstständig Akitas sind, ohne dabei übermäßig anspruchsvoll zu sein. Trotzdem brauchen sie viel Zuwendung. Die Sozialisierung war anstrengend, weil ein Akita nicht vom ersten Tag an mitarbeitet. Die Bindung muss wachsen, und wenn sie da ist, tut ein Akita alles für dich.

Ich musste auch akzeptieren, dass das kein Hund ist, der mit anderen über die Hundewiese rennt. Ein Akita geht anderen Hunden lieber aus dem Weg und bleibt bei seinen Menschen. Darauf war ich nicht vorbereitet. Akitas haben ihren eigenen Kopf und ihren eigenen Rhythmus, und danach richten sie sich.

Karlo und Kyo auf einem Felsen in den Bergen

Warum Suzume Senshi

Der erste Anime, den ich gesehen habe, hieß Suzume. Eigentlich bin ich kein Anime-Fan, aber dieser hat mich beeindruckt, und der Name ist mir bis heute geblieben. Suzume bedeutet auf Japanisch Spatz.

Und warum Spatzenkrieger (雀戦士)? Weil es den Akita perfekt beschreibt. Der Welt gegenüber ist er königlich, fast soldatisch in seiner Haltung und sehr selbstbewusst. Dir gegenüber ist er sanft wie ein kleiner Spatz: verschmust, liebevoll und süß. Anderen gegenüber bleibt er würdevoll und distanziert.

Wie wir züchten

Für uns beginnt Zucht mit Gesundheit: Die Elterntiere haben Gesundheitsbefunde, und die Linien sind geprüft. Viel Wert legen wir auf die frühe Sozialisierung, denn an Kyo habe ich gelernt, wie viel davon abhängt. Die Welpen wachsen mit uns und bei uns auf.

Unser erster Welpe, Suzume Senshi Aki no Tora, lebt heute in seinem neuen Zuhause in Serbien. Vom ersten Tag an lernte er Geräusche und verschiedene Untergründe kennen und gewöhnte sich an Stubenreinheit in der Wohnung.

Wir sind Mitglied im Kroatischen Kynologischen Verband (HKS), die Zucht ist bei der FCI registriert, und wir sind auch Mitglied im Nordic Club.

Karlo und Eru am Meer
Foto: D.K FOTO

Wem wir einen Welpen geben

Mir ist wichtig, dass zukünftige Besitzer die Rasse kennenlernen, bevor sie sich entscheiden. Der Akita Inu ist ein Hund mit Charakter: stur, selbstständig und ein wenig Einzelgänger. Wer einen Hund möchte, der mit anderen im Park tobt, ist mit einem Retriever besser beraten.

Einen Welpen geben wir nie jemandem, der ihn als Geburtstagsgeschenk für ein Kind kauft. Ein Hund ist kein Geschenk, sondern eine Verpflichtung für die ganze Familie für die nächsten zehn Jahre und mehr.

Wenn Sie sich für den Akita Inu interessieren, schreiben Sie uns. Wir sprechen gern über die Rasse, auch wenn Sie am Ende feststellen, dass sie nicht zu Ihnen passt.